Leichtathletikgemeinschaft Bremen-Nord e.V. - LGN
Wie alles wurde
(von Wilhelm H. Brand)
1945 - 1965
Die Leichtathletik baut sich in Bremen-Nord in den Turn- und Sportvereinen neu und sehr erfolgreich auf. Sie verliert sich in der Mitte der sechziger Jahre in neu aufkommenden Ballspielsportarten.
1966 – 1968
Die Idee kooperierender Leichtathletik in Bremen-Nord wurde um 1955 bei Stadiongesprächen geboren und 1966 durch Wilhelm H. Brand wieder ins Spiel gebracht. Brand, junger Diplomsportlehrer (Schwerpunkte in Leichtathletik und Sportstättenbau), kommt an seine alte Schule zurück: Gerhard-Rohlfs-Gymnasium (GRG). Er regt die Turn- und Sportvereine an, Leichtathletik kooperativ neu aufzubauen und mit dem GRG zusammenzuarbeiten.
Die LGN wird daraufhin 1968 gegründet.
Alfred Geffken (BTV)
Bernd Hockemeyer (BTV)
Bodo Schröder (BTV)
Ernst Menzel (VTV)
Hermann Kruse (TSV St. Magnus)
Eugen Bergen (MTV Eiche Schönebeck)
Adolf Brinkmann (LTV)
Weiter anwesend waren:
Wilhelm H. Brand (VTV)
Gero Kinne (BTV)
Jürgen Matthess (BTV)
Hans-Jürgen Iburg (BTV)
Michael Paselk (TSV St. Magnus) sind die Männer der ersten Stunde - am 12. Juni 1968 wird die LG BREMEN-NORD unter der Registernummer 0178 in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Blumenthal eingetragen und umgeht so das damalige Kooperationsverbot des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV).
Bernd Hockemeyer wird erster Erster Vorsitzender. Als Trainingsanlage wird einvernehmlich mit dem BTV das Sportfeld Im Löh ausgewählt. Wilhelm H. Brand und Gero Kinne wurden als Trainer gewonnen.
Sportlich war die junge LGN in Bremen sofort wieder präsent. Dafür stehen Namen wie Dagmar Linde, Gerhard-Michael Paselk, Lutz Beyer, Norbert Jünemann und andere.
1968 - 1974
Bernd Hockemeyer leitet 7 Jahre die Geschicke der LGN; er übergibt den Führungsstab der LGN 1974 an Wilhelm H. Brand.
Michael Paselk sprintet die 100 m in 10,6 Sekunden.
Das Weserstadion erhält 1974 einen Kunststoff-Wettkampfbelag, die LGN wünscht …
Und man betreut um 80 Leichtathleten.
1975 – 1989
Die LGN fordert die Einrichtung eines Leistungszentrums wie den Bau einer Finnbahn.
Die LGN-Satzung wird endgültig auf den LGN-Aufbau hin eingerichtet.
Im Schüler- wie im Jugendbereich dominiert der LGN-Nachwuchs die Bremer Leichtathletikszene.
Volker Heidmann wird Deutscher Jugendmeister im Dreisprung.
Frank List (3000m) und Janina Schulz (Hochsprung) gewinnen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften je eine Silbermedaille.
Dieter Hartmann baut die LGN-Langlauferei auf. Er startet mit Hans Presch als seinem ersten Partner, die Gruppe wächst schnell auf über 50 Mitglieder. Waltraud Bayer, Rebecka Weise-Jung, Peter Springborn und Torsten Naue dominieren in der Bremer Langlaufszene.
1985 startet der erste Nikolaus-Crosslauf, 1986 kommt in Zusammenarbeit mit dem Vegesacker Turnverein der erste Vegesacker Citylauf an den Start.
Im Dezember 1989 stellt die LGN ihren 5. Nikolaus-Crosslauf in den Dienst des Wiedervereinigungsprozesses und begrüßt um 200 Sportsleute aus Rostock wie aus Magdeburg; sie erleben ein erstes Mal eine Reise nach Westdeutschland.
Die LGN betreut um 200 Leichtathleten.
1990 - 1999
1990 steht auch der Vegesacker Citylauf unter dem Motto WIEDERVEREINIGUNG, es sind über 100 Gäste aus der DDR am Start.
Der BLV leitet 1991 eine neuerliche Phase der Depression ein. Man überfordert die kleine Leichtathletikinitiative in Osterholz-Tennever, indem man die Modernisierung der Sportanlage Schevemoor durchsetzt. Die Leichtathletik mindestens in Huchting und Bremen-Nord gerät deswegen zeitweilig aus dem Ruder. In Bremen-Nord schmilzt der Mitgliederstand auf etwa 200 Sportsleute ab. Resignation und Zorn greifen Platz. Diese Entwicklung führt dann aber zu völlig neuen Ideen und zu einem großen Haushaltswagnis. Die LGN verschuldet sich hoch und baut 1992 im Sportfeld Im Löh ein 613 m² messendes Vollkunststofffeld für alle leichtathletischen Anläufe – und gewinnt die Zukunft.
Im kleinen Waldpark „Im Löh“ wird parallel 1992 die Finnbahn eingeweiht. 1993 erfindet Wilhelm H. Brand einen Bewegungsmehrkampf, testet dieses neue Gebilde im Schulsport und baut es zu einem Zehnkampf aus. Der Wettkampf feiert 1996 im 50-järigen Jubelfest des LSB Bremen seinen ersten großen öffentlichen Auftritt, bekommt dort seinen Namen: bremenfittie.
Die Langlaufgruppe wächst rapide und erreicht tolle Wettkampfergebnisse. Dafür stehen Waltraud Bayer, Christine Fuchs, Petra Liebertz, Rebecka Weise–Jung, Torsten Naue und viele weitere großartige Sportsleute.
Um die Mitte des Jahrzehnts bricht eine dreißig Personen starke Athletengruppe aus dem Langlauf weg. Eine späte Depressionsfolge. Dennoch bleibt die LGN in ihrer Aufbauspur. Die Langlaufgruppe formiert sich unter Torsten Naue neu und rennt weiterhin von Erfolg zu Erfolg. Und ab 1998 kehrten allmählich auch jene wieder in die LGN zurück, die sich zuvor zum Wechsel bekannt hatten.
Und 1998 kommen zwei neue Langlaufwettbewerbe in den LGN-Terminkalender:
Halbmarathon in Lesmona und Fischtreck – Weser-Herings-Staffel – eine Kooperationsveranstaltung mit dem OSC Bremerhaven.
1999 wurde die LGN mit der Senatsmedaille für hervorragende Jugendarbeit ausgezeichnet.
Der LGN-Mitgliederstand stabilisiert sich bei 230 Athletinnen wie Athleten, darunter finden sich um 30 Kinder.
2000 - 2008
Das Jahr 2000 veränderte die Leichtathletikwelt in Bremen-Nord. Wilhelm H. Brand beteiligte sich mit dem Thema Bewegungsgarten erfolgreich am Ideenwettbewerb Zukunftspuzzle der Sparkasse in Bremen. Die LGN hatte Vertrauen und Geld für den Aufbau eines völlig neuartigen Bewegungsgartens gewonnen und konnte den darin eingebundenen Bewegungszehnkampf bremenfittie in ein professionelles Gerätebild kleiden.
In der Folge dieser Entwicklung wurde in 2002 auch der Turnverbandswettbewerb Junge Familie in Schwung gewonnen.
Eine weitere Folge: Der in das Sparkassenjubiläum einbezogene politische Raum Bremens beschloss, das Burgwall-Stadion zu einer modernen leichtathletischen Wettkampfstätte des Typ B auszubauen. Das neue Burgwall-Stadion wurde im August 2002 eingeweiht.
Die LGN hatte ein weiteres Mal die Zukunft gewonnen.
In der Folgezeit wurden Stadionwettkämpfe ins LGN-Wettkampfprogramm aufgenommen.
Und die LGN geht eine Teamkooperation mit dem TuS Huchting in der Jugend wie bei den Erwachsenen ein.
Die Kinderleichtathletik wuchs sehr stark auf nun um 250 Kinder an, die Jugend- und Erwachsenenleichtathletik wechselten in die Kaderanlage Burgwall-Stadion und bauten sich allmählich steigernd sehr stark auf. Heute trainieren im Stadion Weltmeister, Europameister, Deutsche Meister, Norddeutsche Meister und natürlich Bremer Landesmeister. Und auch der Nachwuchs um Claas Walter ist auf dem Weg in die Spitze der Deutschen Leichtathletik.
Der Bewegungszehnkampf erobert seit 2002 endgültig die Schulen – der Mehrkampf erreichte während der letzten 7 Jahre fast 17.000 Schulkinder.
Die LGN betreut nun über 450 Athletinnen wie Athleten, sie hat sich zur dominierenden Angebotsstruktur der Bremer Leichtathletik entwickelt. In 2008 begeisterten wir um 2.800 Schulkinder, für 2009 haben sich bereits 19 Schulen in unseren Wettkampfkalender eingetragen.
Am 12. Juni 2008 feierte die LGN ihren 40. Geburtstag mit einem fröhlichen Bewegungsfest. Unter den Gästen auch der Präsident der Bremischen Bürgerschaft wie des Bremer Turnverbandes Christian Weber und der Präsident des Bremer Leichtathletikverbandes Dr. med. Matthias Reick.
Höhepunkte aus Nordbremer Sicht waren dann im August der Vergleichswettkampf der A-Schüler/ -innen der Norddeutschen Verbände wie die DM der Gehörlosen im Mehrkampf wie in den Staffeln im September.
Dank dieser beiden Wettbewerbe konnten wir auch den Ausbau unseres Burgwall-Stadions um drei kleine Bausteine weiter nach vorn bringen:
1. Wir bekamen in unserem Wurfgarten einen wettkampfgerechten Wurfring.
2. Der Wurfgarten wurde gegen problematisches Eindringen von der Seite her abgesichert.
3. Der neue Wurfring wird zum Netz hin ordentlich befestigt werden.




